
Franconofurt – Vom Wahlort der Könige zum WirtschaftsimperiumWer in den Geschichtsbüchern zurückblättert, wird im achten Jahrhundert fündig: Franconofurt erscheint erstmals in einer Schenkungsurkunde Karls des Großen aus dem Jahre 794 – und schon 1160 sprach man erstmals von der Messestadt Frankfurt. Für fürstlichen Glanz sorgten zudem die Krönungen deutscher Könige zwischen 1562 und 1792 – bevor das Heilige Römische Reich Deutscher Nation mit der Errichtung des Rheinbundes unter dem „Vorsitz“ Napoleons im Jahre 1806 schließlich endet. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gewinnt Frankfurt an Größe – insbesondere in puncto Flair. Die Stadt am Main entwickelt sich zu einem modernen Industrie- und Handelsplatz mit weltstädtischem Glanz. Palmengarten, Oper, Hauptbahnhof und Festhalle sind beeindruckende Zeugen dieser Zeit. Als erste Stiftungsuniversität Deutschlands öffnet 1914 die Goethe-Universität ihre Tore – benannt nach Frankfurts wohl berühmtesten Sohn. Nach dem Wiederaufbau großflächiger Zerstörungen aus dem Zweiten Weltkrieg kurbelt die erste Nachkriegsmesse bereits 1948 den Handel mit dem Ausland wieder an: Über 1.700 Aussteller präsentieren auf 60.000 qm die Neuheiten des bevorstehenden Wirtschaftswunders. Die Grande Dame unter den Messemetropolen kennt sich ebenso gut in Geldgeschäften aus: 370 in- und ausländische Kreditinstitute, die deutsche Bundesbank, die Frankfurter Wertpapierbörse und die Europäische Zentralbank entschieden sich für ihren Sitz am Main. |


